Meine WordPress Webseite ist langsam - Was kann ich tun?

Ihre Wordpress Webseite lädt so langsam, dass Sie sich zwischendurch einen Kaffee holen können? Das ist nicht nur ärgerlich, sondern kann im schlimmsten Fall die Absprungrate Ihrer Besucher erhöhen. Performance Probleme können eine ganze Reihe von Ursachen haben, die einzeln oder auch alle zusammen auftreten können. Daher ist zunächst eine Analyse nötig, um herauszufinden, wo man überhaupt ansetzen soll.
Sobald die Situation klarer ist und auch einige mögliche Übeltäter identifiziert sind, haben wir hier ein paar Tipps&Tricks für Sie, die Ihrem WordPress wieder auf die Sprünge helfen können.

Messung der Ladezeit

Zunächst ist es ratsam, die effektiven Ladezeiten Ihrer Website zu messen. Anhand dieses Ergebnisses kann danach auch verglichen werden, ob die einzelnen Anpassungen einen Nutzen haben oder nicht.

Mit dem Tool von Pingdom (https://tools.pingdom.com/) können Sie dies sehr leicht durchführen.

Geben Sie Ihre Domain in die URL-Zeile ein und starten Sie den Test.

Schauen Sie in der Analyse des "File requests" nach langen Ladezeiten von Elementen wie PlugIns, Bildern, Scripts etc. und notieren sich diese.

Optimierung

 Aus der vorherigen Analyse sollten Sie nun eine Übersicht der Elemente haben, die eine lange Ladezeit haben und Ihre Webseite ausbremsen.

PlugIns

Unnötige PlugIns sind zum Beispiel solche, mit denen Sie den Google Analytics Code zu Ihrer Webseite hinzufügen können.

Gerade dieses Beispiel lässt sich schnell und ohne viel Aufwand mit der Anleitung von Google Analytics ohne PlugIn erledigen.

 

Generell gilt:

  • Vermeiden Sie es zu viele PlugIns zu verwenden, falls Sie ohne diese nicht auskommen sollten, denn weniger ist hier definitiv mehr.
  • Deaktivieren Sie alle PlugIns, reaktivieren Sie danach Schritt für Schritt die PlugIns und messen Sie nach dem Aktivieren die Geschwindigkeit Ihrer Seite, um den Übeltäter zu finden, der Ihre Webseite ausbremst.

gZip und mod_deflate

gZIP ist ein Kompressionsprogramm. Dank der Kompression lassen sich u.a. Text-, CSS-, PHP- oder Bilddateien komprimieren, was zu einem schnelleren Seitenaufbau beitragen kann.

mod_deflate arbeitet mit gZIP zusammen, darf aber in der .htaccess erst nach gzip stehen (vgl. untenstehendes Beispiel).

gZIP sorgt dafür, dass die Dateien von Ihrem Webserver vor der Übertragung an den Browser komprimiert werden und dadurch schneller übertragen werden können.

Die beiden Module gzip und mod deflate können Ihre WordPress Website enorm beschleunigen. Durch den Einsatz von mod_deflate und gzip kann zwischen 40% und 70% des Transfervolumens eingespart werden, da die Webseite nun komprimiert ist und damit schneller ausgeliefert wird.

Der Einsatz der Module ist sehr simpel und wird über die .htaccess Datei der Webseite aktiviert.

Ob Ihre Webseite bereits komprimiert wird können Sie mit folgendem Link (http://www.gidnetwork.com/tools/gzip-test.php) testen.

Welche Regeln Sie aktivieren liegt bei Ihnen, ein Beispiel kann so aussehen:

 

Weitere Optimierungen

Die Datenbank, die Wordpress verwendet, wird im Betrieb mit einigen unnötigen Daten belegt.

  • Gelöschte Seiten
  • Spam Kommentare
  • Revisionen
  • gelöschte PlugIns
  • etc.

Die einfachste Art die Datenbank zu optimieren, ist es diese mit einem PlugIn wie Autoptimize oder wp optimize zu bereinigen.

Nach der Installation des PlugIns können Sie unter anderem CSS, JavaScript sowie HTML-Code optimieren lassen.

Ebenfalls besteht die möglichkeit die Bilder mit Lazy Load laden zu lassen. Dies bewirkt, dass Datenobjekte erst geladen werden, wenn diese benötigt werden.

Caching

Das Caching ist mit der wichtigste Aspekt um die Performance der Webseite signifikant zu erhöhen. Das Caching sorgt dafür, dass WordPress nicht jede Seite im Browser neu aufbauen muss, sondern auf eine fertige Version aus dem angelegten Cache zurückgreifen kann.

Deswegen ist es wichtig den Server und Browser-Cache zu nutzen.

Am einfachsten können Sie den Cache Ihrer WordPress Webseite mit PlugIns wie WP Rocket - Performance Plug-In konfigurieren.

WP Rocket nimmt Ihnen viel Arbeit ab, unter anderem:

  • Verzögertes Laden von JS
  • Minimierung / Minify von CSS und JS
  • Datenbank-Optimierung
  • LazyLoad
  • Browser-Caching
  • Page Caching

Eine kostenfreie Alternative zu WP Rocket wäre WP Super Cache 

Empfehlung: Wordpress mit Nginx

Hostpoint bietet seit der Einführung der Managed Flex-Server die Möglichkeit Nginx mit Reverse Proxy und Apache zu verwenden.

Die Vorteile von Nginx mit Reverse Proxy sind unter anderem, dass Sie die Schnelligkeit des Nginx in Kombination mit Apache nutzen können, da Nginx sich um alle statischen Anfragen an die Webseite kümmert. Währenddessen verarbeitet Apache die dynamischen Anfragen.

Dadurch ist Apache weniger ausgelastet, was zu einer signifikanten Performancesteigerung führt. In unseren Tests konnte die Variation Nginx mit Reverse Proxy und Apache überzeugen, da im Gegensatz zur gleichen Installation auf einem Shared Webhosting, die Performance der Webseite um 50% erhöht werden konnte. Die beiden Systeme ergänzen sich also hervorragend. Daher sollte man in jedem Fall auch auf WordPress Ebene mit einem separatem Cache-Plugin arbeiten.

 

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