Was ist eine IP-Adresse und wie funktioniert sie?
Eine IP-Adresse ist eine eindeutige Netzwerkadresse, die den Austausch von Daten im Internet ermöglicht. Jedes internetfähige Gerät, von Smartphones über Computer bis hin zu Druckern und Smart-TVs, erhält eine IP-Adresse zugewiesen, damit es mit anderen Geräten kommunizieren kann.
Die IP-Adresse lässt sich somit mit einer Postadresse vergleichen: Sie gibt an, wo ein Gerät im Netzwerk erreichbar ist, und ermöglicht es, Daten gezielt zuzustellen – ähnlich wie Briefe oder Pakete an eine bestimmte Wohnung. Anstelle von physischer Post werden über IP-Adressen Datenpakete wie Texte, Bilder oder Videos übertragen.
Die IP-Adresse für https://hostpoint.ch sieht beispielsweise wie folgt aus:
| IPv4 | IPv6 |
|---|---|
| 217.26.48.170 | 2a00:d70:0:a::333 |
Die unterschiedlichen Versionen (IPv4 und IPv6) werden im Abschnitt «Welche Standards gibt es?» erklärt.
Warum sind IP-Adressen für Websites und Domains relevant?
Jede Website ist auf einem Server gespeichert, der mit dem Internet verbunden ist. Damit eine Website über das Internet aufgerufen werden kann, muss die IP-Adresse dieses Servers bekannt sein. Diese Information wird in einem sogenannten Eintrag (auch «Record» genannt) in der DNS-Zone einer Domain hinterlegt. Die DNS-Zone enthält neben der IP-Adresse auch weitere technische Informationen zur Domain.
Wenn nun jemand in der Adresszeile eines Browsers eine Domain wie z. B. hostpoint.ch eingibt, wird diese Anfrage vom Domain Name System (DNS) verarbeitet. Das DNS übersetzt den Domainnamen in die zugehörige IP-Adresse des Webservers, sodass der Browser die gewünschte Seite laden kann.
Welche Standards gibt es?
Es gibt zwei verschiedene Standards für IP-Adressen: IPv4 und IPv6. Bisher wurde meist der ältere und weit verbreitete Standard «IPv4» verwendet. Da die verfügbaren IPv4-Adressen jedoch knapp werden, wurde die neue Version «IPv6» eingeführt, die deutlich mehr Adressen ermöglicht und daher zukunftssicherer ist.
Hostpoint betreibt bereits seit vielen Jahren den Grossteil der Websites und Domains parallel über beide Standards. In der Regel enthalten die DNS-Zonen unserer Kunden deshalb sowohl einen IPv4- als auch einen IPv6-Eintrag.
IPv4
Beispiel: 217.26.48.170
IPv4-Adressen sind 32 Bit lang und bestehen aus vier Zahlenblöcken von 0 bis 255, die durch Punkte voneinander getrennt sind. Das macht sie für Menschen besonders leicht lesbar. Der vordere Teil entspricht der Netzwerkadresse, während der hintere Teil das jeweilige Gerät identifiziert.
Weltweit gibt es rund 4,3 Milliarden IPv4-Adressen, was zu wenig für alle internetfähigen Geräte ist.
Die IPv4-Adresse wird in der DNS-Zone einer Domain als A-Record hinterlegt.
IPv6
Beispiel: 2a00:d70:0:a::333
IPv6-Adressen sind 128 Bit lang und bestehen aus acht Zahlenblöcken. Diese werden in Form von Hexadezimalziffern angegeben und durch Doppelpunkte voneinander getrennt. Wenn ein Zahlenblock nur Nullen enthält, wird er aus Platzgründen meist weggelassen, wie im obigen Beispiel ersichtlich ist.
Mit IPv6 sind eine Milliarde Mal mehr IP-Adressen möglich als mit IPv4 – also mehr als genug für internetfähigen Geräte auf dieser Welt. Das IPv6-Protokoll sieht ausserdem den Verschlüsselungsmechanismus «IPsec» vor. Dafür sind IPv6-Adressen aufgrund der hexadezimalen Schreibweise schwerer zu lesen und werden von älteren Geräten oder Software teilweise nicht unterstützt.
Die IPv6-Adresse wird in der DNS-Zone einer Domain als AAAA-Record hinterlegt.
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